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YabaYayaYibbieYibbieYeah…(März 2016)

Frühlingserwachen, Schneeglöckchenerblühen, Vogelgezwitschertirillie, Kranichformationsflug, erste und zweite Zecke und dieses unruhige Zucken in den Fingern. Diese unstillbare Sehnsucht nach frischer Luft und freien Flächen. Innenraumluft, die geschwängert ist vom tranig, chemischen Geruch nach frischer Farbe und strömenden Frauenschweiß. Diese Sucht tief in Ecken und Schubladen hineinzukriechen, all den Krempel hervor zu hieven, mit Liebe zu betrachten und Schwung weg zu werfen. Yeah, jedes Frühjahr das Gleiche, ich verwandele mich in eine ferngesteuerte ,manische Pinselquälerin und Entmüllungsfrau.  Naja, für mein Umfeld eher zur nervigen Farbvisionistin der Innenraumgestaltung mit dem Überraschungseffekt auf meiner Seite. „O -Ton“ aus unserem Badezimmer, nachdem es vom besten Sohn nach der Schule geentert wurde.: „Wieso hast du die Wand SCHWARZ gemacht?!!!!“ „Anthrazit mit Quarzsand für einen Metalleffekt. Soll den Schieferboden spiegeln.“ Mein berechtigter Einwand und Erklärung des neuesten Werks, wurde wie immer gewissenspflichtig überhört. „Malst du jetzt ALLE Wände schwarz????“ „Anthrazit! Und, nein, die anderen Wände sind auch fertig und sie sind weiß.“ „ Gut! Ich habe nämlich keinen Bock eine Depression auf dem Klo zu bekommen!“ So viel zum Verständnis meiner Besten für meine alljährliche „Harry goes Art “ Tour. Es geht praktisch gegen Null, aber sie stehen gerne hinter mir, also weit , weit hinter mir….

Leider hat der Gott of bad taste vor die befriedigende Erschöpfung und Auflösung in ein Konglomerat aus Blut, Schweiß und Schmerzen, welches immer unausweichlich nach einem künstlerischem Erguss erfolgt, den unvermeidlichen Gang nach Canossa zum Mekka der Hobbyhandwerker gesetzt. Eine reinigende Pilgerreise mit vielen Prüfungen und Erleuchtungsstufen zum Schutzheiligen des Handwerks. Den fidelen, aber zumindest in biologischen Zusammenhängen eher naiven Zimmerer Josef von Nazareth.  Jupp, den alten Holzwurm. Da ich den steinigen St.Josephusweg jedes Jahr aufs Neue pilgere, habe ich gute Vergleichsmöglichkeiten, wie sich die Community und ihre Holyhotspots im Laufe der Jahrzehnte verändert und entwickelt haben. Hier ist anzumerken, dass früher eben nicht zwingend alles besser war. In der guten, alten Zeit, wo es in den Tempeln der Selbstüberschätzung – und Selbstverstümmelung noch „20 % auf ALLES außer Tiernahrung“ gab, zumindest sicher nicht. Schon allein deshalb, weil dort nie tatsächlich Nahrung für Tiere im Angebot war. Also zumindest nicht in dem Sinne, was ich allgemein unter Nahrung verstehen würde. Sie schossen damals wie Pilze aus den Boden, die gelb- blauen Containerkirchen aus Stahl und stickiger Luft. Ihre Hochaltärregale wuchsen in die unendliche, für Kunden unerreichbare Höhe, in ihren dunklen, undurchschaubaren Gängelabyrinth, konnte schon einmal ein halbes Leben verbracht werden auf der glücklosen Suche nach dem einen benötigten „Tool of Torture“ oder dem winzigen, verkackten Torxbit, der eventuell, vielleicht zur Abdeckung der Pumpe des Geschirrspülers passen könnte. Die Suche nach einem Hohen Priester der Warenkunde und Regalgangnavigation, war in der guten alten Zeit die härteste aller Prüfungen und empirisch belegt scheiterten an dieser Aufgabe etwa 20 von 20 Kunden. Der Mittelgang erinnerte mich immer an den Western „High Noon“ , fehlten nur die vertrockneten Tumbleweeds, die der trockene Wüstenwind dort immer vor sich her trieb über die trostlose Steppe und die in der Sonne gleißenden Schienen , die ins Nichts zu führen schienen. Man stand und schaute, bis einem die Augen brannten und die Kehle verstaubte und alles in die Frage mündete:“Where´s Frank?“ ( Insider für echte Westernfans)             Da endlich. Irgendwo am Ende eines Ganges, ein einzelner Tempeldiener, erkennbar an seinem blau- gelben Gewand, in meinem Kopf schwoll langsam die Musik aus längst vergangenen Tagen an, „Tamdadamtamdadammm.. Youll not forsake me oh my darlin,
tamdadamtamdadamm…“. weiterlesen


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