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„Psycho 1.0“ – das Badezimmer des Grauens… (August 2014)

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Jake & Ellwood

Ich habe meine Lebensstandorte in der Vergangenheit einige Male verlassen und an neuem Ort mein Zelt aufgeschlagen. Keine großen Veränderungen, also keine weiten Distanzen, aber insgesamt komme ich schon auf 12 Umzüge in neue Wigwams innerhalb von einem 100km Radius. Mein Parameter nicht nur ein neuen Standort sondern ein Zuhause gefunden zu haben, war immer, das erste Mal unfallfrei ohne Retrospektive auf der Metaebene ein nächtlicher Toilettengang. Heißt, mit geschlossenen Augen, im Halbschlaf durch eine Wohnung zu navigieren, sich zu erleichtern und innerhalb von fünf Minuten wieder tief und fest in der dafür vorgesehen Schlafkoje zu schlummern. Idealerweise bleibt am nächsten Morgen nur eine nebulöse Erinnerung an diese bedürfnisgeschuldete Unterbrechung der Schlafphase. Noch nicht angekommen ist man, wenn man auf diesen Ausflügen die verkehrte Abzweigung nimmt und panisch an einer Wand den nicht vorhandenen Lichtschalter zu ertasten versucht. Blöd auch die Verwechslung der  Gäste WC Tür mit der Schranktür, in dem man sich, rein von der räumlichen Großzügigkeit, zunächst einmal sicher ist, genau richtig zu sein. Spätestens beim rückwärts einparken um den Allerwertesten auf die nicht vorhandene Toilette plumpsen zu lassen, die unsanfte Landung zwischen Socken und Co., klärt den Irrtum auf. Ausnahmen sind die von mir ansonsten sehr tolerierten Stehpinkler, die diesen Umstand erst bemerken, wenn sie verzweifelt mit heruntergelassener Hose versuchen, im geöffneten Schrank, den nicht existenten Toilettendeckel zu ertasten, um ihn hochzuklappen. Eine Idee verfolgt mich seit meinen Studentenzeiten, wo komatöser Schlaf unterstützt durch mehrere Bar reinen Alkohols hinter der Denkerstirn, plus der häufige Wechsel der Schlafgelegenheit in befreundeten WG,s, des Öfteren zu Missverständnissen führte. Ich fand die Schranktoilette immer eine tolle Idee, noch nearer by als das Masterbad en suite und damit extrem praktisch. Ok, die Architekten haben diese Idee mittlerweile geklaut und bauen seit einigen Jahren ganz innovativ und stylisch Schlaf – und Badezimmerelemente in einen Raum. Vermutlich entstand die Idee, weil sie wahrscheinlich als Studi in den Schrank eines Kommilitonen gepinkelt haben und dabei erwischt wurden. Keine Bilder? Naja das war lange vor Smartphone mit Videofunktion, Instagram, YouTube und Co. Die Beweisbilder wurden meistens in eine im Flur beheimatete große Fotocollage integriert. Eine  Art analoge Chronik, auf der alle Freunde, Familie, Postkarten, Konzerttickets, Bilder von  Che` und anderen Idolen, Sprüche von Marx, Zitate von Sartre und anderen, um die plakative Darstellung der persönlichen Peinlichkeiten und Tiefpunkte, durch intellektuelles Posing. auszugleichen. Nun, in diesem Haus, bin ich seit langem angekommen, ich finde die Toilette mit geschlossenen  Augen, im Tiefschlaf, unter Drogen und bei völliger Dunkelheit. So viel zu den äußeren Umständen, damit man diese Geschichte besser nachfühlen kann.

Ich taperte also im beschriebenen Zustand in den sehr frühen Morgenstunden in unser Bad. weiterlesen


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