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Das „Kleine Schwarze“, mal anders…. (Februar 2014)

Kann man eine emotionale Bindung zu einem technischen Gegenstand aufbauen? Und ich spreche jetzt nicht über die wachsende „Ich- Obst- Gemeinde“, die bewiesener Weise ihr Smartphone, Laptop, Pad was auch immer mit Herzchen in den Augen betrachten. Nein, in meinem speziellen Fall, die ihr Smartphone ebenso unberührt benutzt wie ihr Toilettenpapier, lebenserleichternd, aber selbstverständlich eben. Ich spreche über ein Fahrzeug, genauer gesagt ein Auto. Wer nun direkt den Generation Golf Nachbarn assoziiert, wie er jeden Samstag seine Karosse einer rituellen Waschung in mehreren Erleuchtungsstufen unterzieht, der irrt wiederum. Ich sehe ihn auch, wie er in meditativen Bewegungen in einen transzendent anmutenden Daseinszustand übergeht. Dabei unterstützt durch eine spirituelle, inspirierende Atmosphäre, welche getragen wird mittels eines auf umwelststärkeübertönendes, schräppig plärrendes Radio. Da wo die samstägliche Expertenrunde der Philosophie des Rasenballsportes auf den Grund geht, ob denn der Ball nun rund sei, dieser ob dieses Umstandes ins Eckige muss, ein Spiel zwingend über 90 Minuten andauert und es nur „auf`m Platz“ existent sein kann, der unumgänglich in sattem Grün erstrahlen sollte, weil Grün auch die Farbe der Hoffnung sei und Pokalspiele immer noch eigenen Gesetzmäßigkeiten unterstehe?

Nein, um den Langweiler geht es hier nicht, der ist eine arme Sau. Er hat entweder von dem bekannten PayTV Sender, der alle Spiele der Bundesliga live in HD und über aussortierte ehemalige Fußballstare CoKommentieren lässt, noch nichts gehört oder, und das ist wahrscheinlicher, seine Frau hat ihm die Buchung dieses Senders einfach verboten.

Es geht um mich. Und ja, ich bin kein Kerl. Ich habe mir zum ersten Mal ein Auto ausgesucht, das ich wirklich haben wollte. Seine herausragenden Eigenschaften sind:  unnötig, unpraktisch, unökonomisch, unfamiliär, unhündisch, unbequem und politisch unkorrekt- Scheiß drauf,  ich liebe es.

Ich nerve schon ewig herum, dass ich zu gerne wieder „Topless“ unterwegs wäre.  Die Idee einfach beim Fahren das T-Shirt weg zu lassen, käme einer Körperverletzung der unschuldigen Beobachter gleich und wurde daher abschlägig beschieden. Außerdem hätte ich Schwierigkeiten mich auf den Verkehr zu konzentrieren, während mir die Möpse um die Ohren fliegen bei den heutigen Straßenverhältnissen, wo es nicht mehr um banale Straßenschäden sondern um schadensreiche Anschläge auf Mensch und Maschine handelt. Vielleicht tötet steter Tropfen tatsächlich irgendwann jeden Nerv oder es ist eine Art Trostpflaster für ein zurückliegendes, entbehrungsreiches, schwieriges Jahr, aber der beste Kerl, überraschte mich mit der Frage, welches Cabrio es denn sein sollte, wenn ich Eins haben wollen würde, eventuell… Das es definitiv nicht ein Porsche 911 werden würde, war mir schon klar, der finanzielle Rahmen ebenfalls und ein familientauglicher Viersitzer. Würg! Weil wenn ansehnlich, nicht bezahlbar, wenn bezahlbar, nicht ansehnlich- in meinen Augen!! Nach vergeblicher Suche, kurz vor Aufgabe, versuchte ich es mit Schmollschüppchen und knallharten Fakten. Nein kein Sex! Fakten nicht Fuckten! Das Ergebnis unseres Brainstormings war ein Alfa (nicht schwierig einem Alferisti, diese Marke schmackhaft zu machen), Zweisitzer (weil bezahlbar, chic, und unserem Alltag entsprechend, der Bus bleibt mir schließlich als Familienkamel), Farbe egal( solange es schwarz ist, Italiener hin oder her, ich will kein Feuerwehrauto fahren!!), möglichst wenig gelaufen( trotz alt), elektrisches Dach(möchte nicht immer eine Brücken App dabei haben, wenn es unterwegs anfängt zu regnen und ich die verfluchte Mechanik nicht beherrsche). Innerhalb von einer Stunde hatte ich drei Kandidaten ausgemacht und das Leiden des besten Kerls begann. 30.12.2013, erster Händler, drei Stunden bis Essen Frillendorf, Alfa da, Händler nicht, bester Kerl empört und fertig mit besagtem Händler, selbst wenn dieser ihm den Wagen schenken würde. So ist mein Süßer, wenn durch, dann durch, keine zweite Chance. weiterlesen


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