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„Es schneit,es schneit, bleibt ALLE zu Haus!!“(Oktober 2015)

Heute war es mal wieder soweit. Ein Wetter, das die Spreu vom Weizen trennt. Mir stellt sich an solchen Tagen, neben vielen Anderen, die Frage,warum mir das immer dann passiert, wenn ich sehr viele Termine im extrem engen Zeitfenster habe und das ganze mich antizyklisch und über weite Fahrstrecken quer durch die Landschaft jagt. In diesem Zusammenhang richte ich das Wort doch einfach an ein , zwei Verursacher meiner morgendlichen nervlichen Zusammenbrüche hinterm Steuerrad.
Also- Lieber Fahrer des tiefer gelegten Seat Leon mit den vielsagenden Aufklebern „Wer bremst verliert“ und „Red Porsche Killer“, mit der beknackten Kappe mit Schirm auf sechs Uhr. Ich weiß, die coolen Jungs trugen ihre Käppis noch vor kurzem auch so. Aber Hey!, die sind leider irgendwie berühmt und reich und auch wenn sie geistige Flachpfeifen sind, können die noch so Scheiße aussehen, die kommen trotzdem zum Schuss. Eben weil sie irgend ein überbezahltes Talent haben, gerade angesagt oder von Beruf Sohn sind. All das bist du leider nicht.Du bist nicht mal cool, das kann ich behaupten, nachdem ich etwa 15 Minuten mit unglaublichen 10 km/h hinter dir her gekrochen bin. Immerhin weiß ich jetzt, dass man in einem handelsüblichen 3er BMW ohne technische Probleme rückwärts in der Zeit reisen kann. Mein Dank fällt an dieser Stelle allerdings etwas klein aus, weil ich gerne gefragt werde , ob ich Teil eines empirischen Beweis der Relativitätstheorie sein möchte. Heute hatte ich definitiv keine Zeit für solche langangelegten Echtzeitversuche in freier Wildbahn. Also „Derdenkopfhatumeinekappeschrägzutragen“ hier eine kleine, erleuchtende Anmerkung: Das Weiße von oben ist Schnee! Meint – Wasser, das lediglich seinen Aggregatzustand von flüssig zu fest verändert hat. Nicht mehr und nicht weniger! Heute nicht einmal so fest, dass es ein dauerhafter Zustand war. Kaum küsste Schneeflocke den Asphalt, verwandelte sich dieses filigrane, einmalige, kristalline Gebilde nicht in eine zauberhafte Schneefrau mit Riesenmöpsen, möhrennasigen, kohläugigen Schneemann mit Eimerhut oder ein überdimensioniertes Phallussymbol, ein in Schnee gebauter Männertraum. Wenn dich dieser Umstand und deinen selbst getunten, tiefergelegten Ghettoblaster so sehr überfordert, dass deine Finger nur operativ vom Kunstlederrennlenkrad entfernt werden können- dann tue mir doch das nächste Mal den Gefallen und : „Geh bei Hause und lass dich zur „Pussy of the Year“ wählen. Vielleicht drehst du dort noch eine schwindelerregend schnelle Runde auf deinem Bobbycar mit Sturzbügeln unter den behütenden Fittichen von Mama. Oder stell dich einfach in die acht Kilometer lange Schlange vor den blaugewandeten Jungs von „Joh,Joh,Joh Joh Joh, um dir Schneeschlappen auf deine Möhre ziehen zu lassen. Schneeketten wären natürlich auch eine adäquate Alternative.
Das gilt auch für die Mutti, die Autofahren eigentlich für Männersache hält und sich am liebsten auf dem Beifahrersitz festkrallt- Was zur Hölle kann so wichtig sein, dass man mit 5!!!! km/h auf öffentlichen Straßen, welche einfach nur nass sind, herum kriecht??? Ah ich ahne es. Die zweijährige Tochter auf dem Beifahrersitz musste trotz deiner Schneeflockenfahrphobie unbedingt rechtzeitig zur Aryuvedischen Yogaballettflorettreitstunde ins englisch- japanische Motologopädie Frühförderungsbootcamp um die Weichen in eine erfolgreiche Zukunft zu stellen. Deshalb hast du die Kleine auch um 3 Uhr Nachts geweckt, bist zeitnah im Sauseschritt losgedüst, um heute gegen 19 Uhr die Langstrecke von 7, 43 km in den Ort zurück zu legen, ohne in Stress oder Geschwindigkeitsrausch zu geraten. Ich verstehe, eine gute Planung und Vorbereitung ist alles als Vollzeitübermutti. Falls dich irritiert hat, dass das Weiße gar nicht von oben sondern von hinten blitzte- das war das Weiße im Auge der kurz vorm Wahnsinn stehenden Fahrerin hinter dir. Die sah sich gezwungen ein echt halsbrecherisches Überholmanöver an unmöglicher Stelle zu starten. Sorry, wenn dich das verärgert hat, but „I´m driving home for Christmas“ und nach deiner Zeitrechnung bin ich ziemlich knapp dran und muss mich ein wenig sputen. 
Ich möchte, dass wir uns richtig verstehen- Ich habe Verständnis, wenn man bei diesen Wetterverhältnissen ungern fährt, gar Angst hat! Aber bitte, dann bleibt doch einfach zu Hause, benutzt öffentliche Verkehrsmittel, Taxi oder geht zu Fuß, aber steht nicht überall im Weg, es ist Herbst, der Winter kommt erst noch- was dann?! Ich ahne Schlimmes, vermutlich steht ihr ab Dezember mitten auf der Straße und wartet bis ihr mittels Erdkrümmung, Zeit-Raum Kontinuum und magnetischer Anziehungskraft der Pole innerhalb einer Dekade ans Ziel parkt.

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