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Blondinenbeifahrer leben gefährlich… (Oktober 2013)

Eine liebe Kollegin postete doch heute ganz erfreut, dass ein neues Gefährt Einzug in ihren Fuhrpark gehalten hat. Neben einigen Glückwünschen, entbrannte doch tatsächlich eine Diskussion pro und contra Automatik- bzw. Schaltgetriebe. Ich möchte hier auf keinen Fall in dieselben psychologischen Abgründe abtauchen, die Menschen dazu veranlassen ihre Zeit mit derartig existentiell unfassbar wichtigen philosophischen Fragen  zu vertun. Ich wäre auch gar nicht in der Lage solch komplexe Unfassbarkeiten zu durchdenken- mental und auch im Kopf. Aber mir fiel in diesem Zusammenhang meine allererste Erfahrung mit einem Automatikwagen wieder ein. Es war ein Mercedes Kombi, ein Riesenschiff mit einem Kofferraum indem eine heutige A Klasse bequem parken könnte.  „Meins“, ist und war der Stern auf der Motorhaube nie. Ich fand das Design immer eher klobig, später spießig, heute  zu kastig.  Glücklicherweise gibt es ja scillionen Autos in Form, Farbe, Ausstattung und Hersteller, je nach persönlichem Gusto. Naja, für meinen Süßen war es eigentlich nie schwierig, mich für ein neues „altes“ Vehikel zu begeistern. In Beziehungen zu allem Lebendigen bin ich treu. Ich gleiche das aus, indem ich die Autos wechsle wie andere Leute ihren Partner. Trotzdem, diesen „Schnapp“ eines Freundes, wollte ich so gar nicht haben. Überzeugt wurde ich auf der Rückfahrt von meiner Großtante aus Rummenohl nach Hause, wo er sich so in Begeisterung redete, dass er den uns gut bekannten Blitzer  ignorierte. Leider war diese Ignoranz sehr einseitig, es blitzte, wir schauten einen Moment blöd-verblüfft, dann blöd-verärgert, dann blöd- resigniert. Super, wie konnte ich nun noch mein Veto einlegen? Wo uns der hässliche, weiße Teppichverkäuferschlitten schon bevor wir uns einig waren ihn zu erwerben, 50 D-Mark ( Vorgängerwährung des heutigen Euro, für die Jüngeren untern uns) Strafe für Tempoüberschreitung gekostet hatte?  Der weiße Traum eines jeden mittelständischen Malerhandwerksbetriebes, wurde also unser. Was er mit brachte, war Platz, ein wahres Raumwunder. Was er nicht mit brachte, war ein Zweitschlüssel. Allerdings erklärte mir (und ich liebe es, wenn mir ein Mann die Welt erklärt!) mein bester Autoversteher, dass Zweitschlüssel insgesamt extrem überbewertet sind. Ich hätte mir dieses Statement unterschreiben lassen sollen, Smartphones mit Videofunktion gab es damals, in der guten, alten Zeit, noch nicht. Keine 48 Stunden später, marschierten wir mit unserer geliebten Hecki durch den stockdusteren Bornekamp (Park in Unna). Als wir uns schon auf dem Rückweg befanden, steckte der Mann, der Zweitschlüssel für überflüssig befand, seine Hände lässig in die Hosentaschen. Er fummelte in seinen Taschen herum, zog die Hände wieder raus, klopfte seine Hosenbeine ab, seine Hände verschwanden wieder in den Hosentaschen, um sie nestelnd heraus zu ziehen- was wollte er mir sagen? Für eine ich bin arm wie eine Kirchenmausbeichte, war es zu spät, das wusste ich bereits. „Harry?!! Hast du den Schlüssel??!!!“ weiterlesen


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